Aktuelle Projekte

Probenahme von Regenwürmern in einem Kiefern-Wald bei Hoyerswerda (Foto: Höfer, SMNK)

Probenahme von Regenwürmern in einem Kiefern-Wald bei Hoyerswerda (Foto: Höfer, SMNK)

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Edaphobase Länderstudie

Edaphobase ist ein taxonomisch-ökologisches Datenbanksystem, das vorhandene taxonomische Primärdaten zu Bodenorganismen aus Sammlungen, wissenschaftlicher Literatur und Berichten etc. zusammenführt. Das Besondere der Datenbank ist dabei die Verknüpfung mit ökologischen Hintergrundinformationen von den Fundorten der Bodentiere, die eine umfassende Aus- und Bewertung der Daten für komplexe ökologische Fragestellungen möglich macht. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde die Datenbank am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz von 2009 bis 2013 aufgebaut und ein großer Teil von Daten eingegeben.

In der zweiten Projektphase von Edaphobase (01.08.2013 – 31.07.2017, gefördert durch das BMBF) steht die Weiterentwicklung der Datenbank und insbesondere deren intensive Anwendung im Vordergrund.

Centaurea phrygia (C) Christian Hoffmann

Die Phrygische Flockenblume – erkennbar an den dunklen und fiedrigen Anhängseln der Hüllblätter am Blütenkorb. (Foto: Christian Hoffmann)

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Phrygische Flockenblume

Die Phrygische oder Österreichische Flockenblume – Centaurea phrygia kommt in Deutschland exklusiv nur in der Oberlausitz vor und ist bundesweit vom Aussterben bedroht. Durch intensive  Nutzung gehen die Vorkommen ohne geeignete Maßnahmen weiter zurück.

Aufgabe des Projektes ist die Erfassung aller historischen und aktuellen Fundpunkte. Aus den Untersuchungen ergeben sich Maßnahmenvorschläge zum Erhalt und der Ausbreitung der Vorkommen. Es erfolgt im Auftrag des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.


Foto: Rolf Berndt


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Berzdorfer See

Südlich von Görlitz liegt der Berzdorfer See. Er ist das geflutete Restloch des Braunkohlentagebaus Berzdorf (1949-1998) mit einer Tiefe von bis zu 70 m und etwa 950 ha Wasserfläche. 2011 soll die Flutung abgeschlossen werden. Am Westufer wurde Ende 2007 ein Naturschutzgebiet mit 112 ha ausgewiesen. Das Gebiet, einschließlich der Bergbauhalden im westlichen und südlichen Anschluss an den Tagebausee ist aus Sicht der Natur- und Landschaftsentwicklung einzigartig. Nach dem intensiven menschlichen Eingriff durch den Bergbau entstanden hier neue, z. T. offene Landschaften, wie sie heute in Mitteleuropa kaum noch anzutreffen sind.

Ziel der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz ist es diese Entwicklung zu begleiten und zu dokumentieren. Die Erfassung der vorkommenden Arten und die sich ergebenden Veränderungen mit zunehmender Veränderung der Flächen durch Sukzession, Bebauung und Erholungsnutzung sollen Grundlage werden für Maßnahmen der Landschaftspflege und zum Arten- und Biotopschutz.

Hahnenberg
Foto: Bernhard Klausnitzer Hahnenberg

Der Hahnenberg bildet im Norden der Kreises Bautzen den Übergang zum  Biosphärenreservat. Sein Nordabfall entlässt Quellbäche, die z.B. die Jesorwiese und den Alten Teich speisen. Für die Forschung bedeutsam ist sein Charakter als montane Insel im Tiefland.  Ein vielfältiges Biotop-Mosaik bringt hier eine reiche Pflanzen- und Tierwelt hervor. Geologisch ist der Hahnenberg ein einmaliges Denkmal der Eiszeit in der Oberlausitz.

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Foto: Ralf M. Schreyer Biosphärenreservat »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft«

Der »Daubaner Wald« ist die zweitgrößte Kernzone des Biosphärenreservates »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft«. Er enthält Niedermoorbereiche an verlandeten Teichen wie auch Zwischenmoor-Gesellschaften. Seine Waldflächen blieben teils als Truppenübungsplatz über 30 Jahre ohne forstliche Nutzung, teils wurden sie (bis 1994) normal genutzt. Die Erforschung der Tier- und Pflanzenarten dieser vielfältigen Waldbiotoptypen ist wissenschaftlich wie auch für die naturgemäße forstliche Nutzung von Interesse.

Muskauer Heide
Foto: Fritz Brozio Muskauer Heide

Das geschlossene Waldgebiet der Muskauer Heide und der Heide- und Teichlandschaft mit den Neißeterrassen im Osten wurde im 20. Jahrhundert durch militärische und bergbauliche Nutzung stark gelichtet. Binnendünen, Callunaheiden, Heidemoore und besonders das eiszeitliche Gehängemoor Tränke bilden wertvolle Lebensräume, die in der FFH-Richtlinie zum Schutz der europäischen Natur erfasst sind. Die Intensivierung der Landnutzung gefährdet heute diese Naturräume.