Auf der Suche nach einer seltenen Schönheit – ein neues Projekt der Naturforschenden Gesellschaft

Die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz untersucht derzeit im Auftrag des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie die Vorkommen einer schönen und seltenen Pflanzenart. Es handelt sich um die Phrygische oder Österreichische Flockenblume. Diese Art kommt in Deutschland exklusiv und sehr vereinzelt nur in der Oberlausitz (hauptsächlich in der Nähe von Weißwasser) vor und ist bundesweit vom Aussterben bedroht. Damit tragen wir hier eine ganz besondere Verantwortung für ihren Erhalt.

Das Projekt, für das die Gesellschaft den Zuschlag bei einer Ausschreibung erhielt, wird geleitet von Christian Hoffmann, der mit Christine Brozio und Ronny Goldberg zusammen arbeitet.

Die Phrygische Flockenblume (Centaurea phrygia) gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütengewächse, ist verwandt mit der Kornblume und der Wiesen-Flockenblume; sie ist purpurfarben. Ihre Hauptblütezeit reicht von Juli bis September.
Sie steht stellvertretend für viele Pflanzen und Tiere artenreicher bunter Wiesen und Weiden. Wo sie vorkommt, finden andere Kräuter, aber auch Schmetterlinge und Wildbienen, gute Lebensbedingungen. Wichtig für ihr Überleben ist eine traditionelle Nutzung. Zu häufige Mahd und intensive Düngung oder Beweidung machen ihr den Garaus.

Die noch vorhandenen Vorkommen der Phrygischen Flockenblume werden im Projekt aufgesucht und dokumentiert. Gemeinsam mit Grundstückseigentümern und Landnutzern sollen Möglichkeiten für den Erhalt der Art und ihres gefährdeten Lebensraumes gesucht werden.

Gern nimmt die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz Hinweise zu Vorkommen dieser attraktiven Pflanzenart entgegen.


Brigitte Westphal


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(Foto im Anhang: Christian Hoffmann)

Die Phrygische Flockenblume – erkennbar an den dunklen, ausgefransten Anhängen der Hüllblätter des Blütenkorbes. (Foto: Christian Hoffman)