Abgeschlossene Projekte

Naturschutzkonzeption Landeskrone

1993 wurde für das NSG »Landeskrone« bei Görlitz ein Pflege- und Entwicklungskonzept erarbeitet. Auf dieser fachlichen Grundlage erfolgte 1999 eine Bestätigung des NSG
nach neuem Recht und eine Erweiterung der Grenzen gegenüber dem alten NSG.

Abb. (Collage links):
Karte mit neuen Grenzen des NSG »Landeskrone«
(Sächs. Amtsblatt, Nr. 37, 16. 09. 1999)

Dokumentation »Das Dubringer Moor«

Ende 1999 erschien eine umfassende Naturdokumentation zum größten Moorkomplex
der Oberlausitz.
Insgesamt konnten 3433 Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden, darunter
ca. 10 % geschützte bzw. gefährdete Arten.

Abb. (Collage mitte):
Die Broschüre
»Das Dubringer Moor«

Publikation »Flora von Herrnhut und Umgebung«

Die erneute Dokumentation des Gebietes ist inzwischen eine unersetzbare Grundlage
für die Analyse der Veränderungen in dieser Region nach dem Strukturwandel in den 90er Jahren.

Abb. (Collage rechts):
Historischer Herbarbeleg von Gladiolus imbricatus
(GLM Beleg Nr. 15294) von Herrnhut 1870, einer Pflanze, die bei der Neudokumentation nicht mehr nachweisbar war.

 

Vermehrung und Wiederansiedlung gefährdeter Pflanzenarten in der Oberlausitz

Laufzeit: 23.12.2012 – 30.06.2015

gefördert durch das SMUL Sachsen im Programm „Natürliches Erbe NE/A4“

 

 

Im umgesetzten Projektvorhaben wurden zehn Pflanzenarten des Offenlandes ausgewählt, die noch vor wenigen Jahrzehnten verbreitet und typisch für die Oberlausitz waren. Das Ausgangssaatgut stammte aus regionalen Wildvorkommen. Ansaaten und Jungpflanzenkultur erfolgten ex situ. Zudem wurden Erhaltungskulturen der Arten angelegt, von denen auch über die Projektlaufzeit hinaus Diasporen geerntet werden. Die Auspflanzungen erfolgten überwiegend auf landwirtschaftlichen Extensivflächen und künstlich geschaffenen Biotopen.

► weitere Informationen

Wiederangesiedelter Deutscher Ginster (Genista germanica) am neuen Schöpsverlauf bei Neuliebl.

Wiederangesiedelter Deutscher Ginster (Genista germanica) am neuen Schöpsverlauf bei Neuliebel.


Baruther Schafberg und Dubrauker Horken

Das mit nur einem Quadratkilometer sehr kleine Untersuchungsgebiet umfasst eines der nördlichsten Basaltvorkommen der Oberlausitz. Gesteinsuntergrund und anthropogene Einflüsse bilden die Voraussetzung für eine außerordentlich artenreiche Flora und Fauna mit zahlreichen geschützten Arten. Seit zwei Jahrhunderten wird hier geforscht, mit Abschluss der Arbeiten Ende 2010 sind von hier etwa 3600 Arten bekannt. An diesem Forschungsprojekt beteiligten sich mehr als 50 Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen der Gesellschaft.

Der abschließende Bericht liegt seit April 2011 als Supplement zu Band 18 der Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz vor.

Baruther Schafberg und Dubrauer Horken
Foto: Peter-Ulrich Gläser

Supplementband 18 Baruther Schafberg und Dubrauker Horken


Hohe Dubrau

Der bis über 300 m Höhe aufragende Quarzitzug der Hohen Dubrau bildet die Grenze zwischen Hügelland und Oberlausitzer Tiefland. Die oberen Gipfelklippenrücken und der talwärtige Hangwald sind als Sonderschutzzone mit Traubeneichen-Buchenwald  unterschiedlicher Vegetationstypen ausgewiesen. Der über 100-jährige Wald entstand durch Niederwaldbewirtschaftung und ist daher auch waldgeschichtlich wertvoll.

Der Abschlussbericht ist 2008 in Band 16 der Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz, S. 121-136 veröffentlicht worden. Die Ergebnisse sind auch in das neue Handbuch "Naturschutzgebiete in Sachsen" (2010) eingeflossen.

Hohe Dubrau
Foto: Christian Klouda

Lausche

Die Lausche, ein Vulkankegel des Zittauer Sandsteingebirges und Grenzberg zu Böhmen, ist mit 792 m der höchste Berg der Oberlausitz. Die Untersuchungsfläche auf deutschem Boden ist ein naturgeschützter Buchenmischwald mit vielen, z.T. seltenen Pflanzen- und Tierarten, die für Mittelgebirge typisch sind. Moosreiche Blockhalden sind von besonderem Interesse. Erforschung und Schutz der Naturbestände werden von deutscher und tschechischer Seite gemeinsam betrieben.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind in einem Fachartikel in Band 10 der Berichte der Naturforschendesn Gesellschaft der Oberlausitz (2002) und 7 Fachartikeln in Band 13 der Berichte (2005) erschienen. In das 2010 erschienene Handbuch "Naturschutzgebiete in Sachsen" sind ebenfalls Resultate des Projektes eingeflossen.

 

Lausche
Foto: Olaf Tietz

Publikation „Die Farn- und Samenpflanzen der Oberlausitz“
(Hans-Werner Otto)
unter Mitarbeit von S. Bräutigam, P. Gebauer, W. Hempel und K. Mannsfeld

Im Jahre 1955 war von M. Militzer und E. Glotz eine Flora der Oberlausitz abgeschlossen worden, die E. Barber im Jahre 1898 begonnen hatte. Die in den einzelnen Teilen behandelten systematischen Gruppen wiesen einen recht uneinheitlicher Bearbeitungsstand auf, viele Verbreitungsangaben entsprachen seit langem nicht mehr dem aktuellen Stand. Durch die im Jahre 2004 erschienene neue Oberlausitzflora wurden diese Mängel behoben:
Ihr allgemeiner Teil umfasst Aussagen zur Charakteristik der Naturräume, zu Zusammensetzung der Flora, pflanzengeografischen Stellung, Gefährdung der Arten und zur Geschichte der botanischen Erforschung. Der spezielle Teil, der Hauptteil, enthält die vollständige Erfassung aller einheimischen, eingebürgerten und vorübergehend aufgetretenen Arten sowie der forst- und landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und der verwilderten Zierpflanzen mit folgenden Angaben:

wissenschaftliche, deutsche (auch regionale Volks-) und obersorbische Namen, Standorte in der Oberlausitz, Verbreitung und Häufigkeit in der Oberlausitz, Gefährdung (Rote-Liste-Status) in Deutschland / Sachsen / Oberlausitz, Gesamtverbreitung, Verwendung in Medizin und Volksmedizin u. a..